Isokinator Anfänger-Fragen

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1 reply [Letzter Beitrag]
IsoEcki
Offline
Joined: 21/01/2016

Hab da nochmal ein paar gemischte Fragen die mich brennend interessieren:+

1. Pause zwischen den Sätzen beträgt jeweils 20 Sekunden. Und die Pause zwischen den jeweiligen 7 Grundübungen? Ist die auch 20 Sekunden oder länger?
Sonst muss man ja einige Übungen vorher vorbereiten, z.B eine Matte auf den Boden legen für die Übung M7A (in 20 Sekunden sehr knapp)?

2.Soll für jede Übung die "Maximalkraft" ermittelt werden? Bei Übung M1A (zum Beispiel)
das Gerät einfach nur in der Ausgangsstellung auf Dauerzug nehmen und 10 Sekunden über die Holes hinaus so halten,ist das richtig? Und Die Übung dann mit dem gleichen Widerstand,
mit den Kugeln über den Holes halten? Finde ich sehr schwer am Anfang.Die 10 Sekunden so halten geht ja noch aber dann mit 70% die Übung auch noch so in der Bewegung machen,3 Sätze,nicht einfach.

3.die Empfehlung sin 3x trainieren die Woche (MO,DI,FR,2Tage Pause) oder geht auch 2 Tage Zyklus (Mo,Di,Fr,So,Di,Do,Sa,Mo usw.)?

4.Die 7 Grundübungen sollen ja den ganzen Körper abdecken,ich frag mich nur ob man dann nicht bisschen wenig für die Waden macht? oder ist die eine Beinübung genug?

5. Kann man eine Übung dauerhaft ersetzen wenn eine bestimmte jemandem nicht liegt,oder sollte man bei dem System bleiben da es so am besten harmoniert?

Viele fragen aber ich hoffe man kann mir da helfen

Gruß IsoEcki

cliff.koelbel
Bild von cliff.koelbel
Offline
Joined: 24/09/2010
Viele Antworten auf viele Fragen

Das sind ja noch einmal eine ganze Menge Fragen, die wir hier gerne beantworten möchten. Eigentlich reichen die Informationen der Trainingsanleitung aus, aber vielleicht findet hier der eine oder andere noch ein bisschen Hintergrundwissen:

1. 20 Sekunden Pause sind der wünschenswerte Optimalwert zwischen den Sätzen und den Übungen. Benötigen Sie anfangs etwas länger ist das kein Problem. Ihr Herz-Kreislaufsystem hat dann etwas mehr Zeit sich zu erholen. Kein echter Fehler, aber die 20 Sekunden Pause sollten irgendwann erreicht werden.

2. Ein Maximalkraft-Test ist nicht unbedingt nötig. Wer sich während des normalen Trainings genau beobachtet, kann auch so erkennen, wann der Widerstand gesteigert werden muss: Immer wenn im 3. Satz die vollen 10 Wiederholungen möglich sind, sollten 1-5 Kilo mehr eingestellt werden. Nach so einer Erhöhung sollte es gelingen, im 1. Satz 10 Wiederholungen, im 2. Satz nur noch 8 und im 3. Satz eventuell nur noch 6 Wiederholungen zu schaffen. Keine Schande, sondern genau richtig.

Beim Maximalkraft-Test werden die Kugeln bis zum äußeren Anschlag gezogen und dort 10 Sekunden gehalten. Ein reguläres Training mit 70% der Maximal - also über den Holes - kann dafür an diesem Tag entfallen, da der Muskel bereits an seiner Leistungsgrenze war.

3. Optimal wäre ein Training genau alle 2 Tage. Da bei vielen Menschen die Uhren am Wochenende anders gehen, bietet sich ein Training werktags zu immer den gleichen Tageszeiten an. So hat man das Wochenende frei, kann eventuell ausschlafen und trotzdem die Party besuchen. Wer nichts besseres zu tun hat, darf selbstverständlich auch am Wochenende trainieren und wäre im Vorteil gegenüber dem "Mo-Mi-Fr-Mann".

4. Die Waden sind in Übung M6A eigentlich ausreichend mit enthalten. Je weiter die Schlaufe an den Zehenspitzen ist, desto mehr sollten Sie die Übung in den Waden spüren. Ich passe in zwei teure Jeans nicht mehr rein, weil die Hosen an den Waden zu eng geworden sind.

5. Menschen mit Handikap oder Problemen dürfen die Grundübung dauerhaft durch eine Alternativ-Übung ersetzen. Wichtig ist nur, dass nicht ständig gewechselt wird. 4-6 Wochen sollte man eine Übung mindestens beibehalten. Ich selbst verwende seit 2 Jahren ausschließlich die Grundübungen ohne jede Abwechslung. Nein, es wird nicht langweilig und es tritt auch kein Gewöhnungseffekt ein. Von einem Plateau-Effekt ist auch nichts zu spüren. Da der Muskel über seine komplette Bewegungsstrecke mit der gleichen, konstanten Kraft belastet wird, ist das Training vollkommen und effektiv.

Der Profi nennt so etwas 100% ROM (Range of Motion - verfügbare Distanz einer Bewegung) und das unter 100% TUT (time under tension - Zeit unter Spannung). Einen solchen Effekt kann Ihnen keine Hantel und kein Studiogerät bieten. Keines dieser alten, herkömmlichen Trainingsgeräte erreicht in beiden Werten die 100-Prozent-Marke. Deshalb greift der Profi dort zwangsläufig auch noch auf mehrere, sich ergänzende Übungen für den selben Muskel zurück. Beim Isokinator ist eine solche Variation und Ergänzung gar nicht nötig.

Fazit: Sie lesen hier im Grunde keine Neuigkeiten, sondern bekommen nur einfach noch ein wenig mehr Hintergrundwissen. Wir könnten hier noch viel, viel mehr schreiben bzw. in der Anleitung erwähnen. Für einen Anfänger sind solche geballten Informationen meist eher abschreckend. Wir haben deshalb die Trainingsanleitung bewusst so knapp wie möglich gehalten. Trainingsfehler sind bei genauem Studium eigentlich nicht möglich und auf alle Fälle "unschädlich". Je näher Sie sich an die Anweisung halten, desto effektiver wird Ihr Training. Und mögliche Anfängerfehler sind zu vernachlässigen. Je erfahrener Sie werden, desto besser werden Sie die Signale Ihres Körpers und die des Gerätes verstehen. Übrigens: Alles was man sonst noch besser man könnte, haben wir in unserem wöchentlichen Fehlermailing zusammen gestellt. Einfach hier kostenlos anmelden: Fehlermailing