Geschwindigkeit

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9 replies [Letzter Beitrag]
tillerich
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Joined: 15/11/2015

Hallo,

eine unvermeidbare Frage, die aber offenbar hier noch nicht gestellt wurde: mir kommt es so vor, als sei beim Isokinator-Video die Geschwindigkeit der Übungen nicht ganz konsistent mit der Beschreibung in der Anleitung.

Besonders bei M5A dauert eine Bewegung im Film von rechts außen nach links außen und zurück insgesamt nur etwa 4 Sekunden, ist also fast doppelt so schnell, wie die Anleitung anmerkt. Dort heißt es "Pendelbewegung nach rechts - 2 Sekunden", was für mich suggeriert, daß in den folgenden 2 Sekunden erst wieder die Mittelposition erreicht wird, und die linke Außenseite erst nach weiteren 2 Sekunden usw. Ein 10 Wiederholungen Satz nach der Anleitung dauert damit entsprechend 80 Sekunden, während im Film 4 komplette Wiederholungen nach weniger als 30 Sekunden geschafft sind.

Auch bei M1A scheint es im Film deutlich schneller zu gehen als in der Anleitung. M2A allerdings zeigt im Film ein Tempo von 2 bis fast 3 Sekunden pro Halb-kreis (nicht einer voller Rotation), ist also recht langsam.

M7A ist insgesamt nicht sehr deutlich im Film.

Es geht mir hier ja nicht um Kritik, oder Perfektionismus, oder echtes "richtig" oder "falsch", mehr um Klarheit.

Langsamer ist natürlich schwerer, was ja nicht schlecht ist.

Doch welches Tempo wäre, Eurer Meinung oder Erfahrung nach, tatsächlich definitv "zu langsam" (z.B. wirkliches "Zeitlupentempo", wie es irgendwo in der Isokinator Beschreibung mal heißt)??

kingjofroe
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Joined: 21/11/2013
20 - 25 Minuten? - wohl eher 35 - 40 ..

Das ist eine Frage, die ich mir vorallem nach dem heutigen Mail (Tipp 14/33) gestellt habe. Und zwar wegen folgender Aussage:

"Mit einiger Erfahrung können Sie ein Training für die acht Hauptmuskelgruppen nebst Hilfs- und Nebenmuskeln in 20 - 25 Minuten durchführen. Zwischen den einzelnen Sätzen empfehlen sich kurze Pausen von etwa 20 Sekunden (nicht Minuten!). [..] Trainieren Sie jedoch nie länger als 30 bis 45 Minuten. Nur die örtliche Kraft pro Muskel soll im Training "ausgeschöpft" werden. Nicht aber der Zustand des ganzen Körpers."

Ich trainiere nämlich immer 40-45 Minuten, einfach weil es irgendwie gar nicht schneller geht.

Eine einfache Rechnung lässt auch aufzeigen, dass ein vollständiges Training unter 30 Minuten relativ unrealistisch ist:
Pausen (7 Übungen à 20s): 7 x 3 x 20s = 7min
M7A (5s Halten, 5s Pause): 3 x 10 x 10s = 5min
Bei 30min Trainigszeit verbleiben somit für die restlichen 6 Übungen jeweils 3 Minuten, also 1 Minute pro Satz, was realistisch ist, denke ich.

Aber wie ist das denn gemeint, mit 20 - 25 Minuten? Werden da nicht alle Übungen eingerechnet?

cliff.koelbel
Bild von cliff.koelbel
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Joined: 24/09/2010
Bei Übungen mit Seitenwechsel entfällt die Pause

Auch die Übung M7A dauert im Optimalfall nur 160 Sekunden, nicht 5 Minuten bzw. 300 Sekunden. Wie kommen Sie da auf 5 Sekunden Halten und 5 Sekunden Pause?

Jeder Satz dauert in der Regel genau 40 Sekunden, da jede Bewegungsstrecke in 2 Sekunden durchlaufen wird: also 2 Sekunden hin und 2 Sekunden zurück.

kingjofroe
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Joined: 21/11/2013
Danke für Ihre

Danke für Ihre Antwort.
Offenbar habe ich die Instruktionen meiner Anleitung nicht ganz verstanden..

In meiner Trainingsanleitung steht eben:
"Den Oberkörper und die gestreckten Beine 10x geschlossen anheben und jeweils drei bis fünf Sekunden frei halten"

Da ich trotz dieser Ausführung stetig neue Trainingserfolge bei dieser Übung verbuchen konnte, habe ich diese auch nie weiter hinterfragt. Wie ich auf die 5s Pause jeweils gekommen bin, ist mir gerade auch schleierhaft. Auf jeden Fall hatte ich bisher jewiels pro Satz 10x 5s Heben & 5s Pause gemacht, was eben die 5 Minuten Ausführung ergeben hat..

Die richtige Variante muss ich gleich mal ausprobieren.

tillerich
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Joined: 15/11/2015
5 Minuten pro Übung

Ich veranschlage für mich einfach etwa 5 Minuten pro Übung (das schließt die Pausen mit ein).

Wenn ich (fast) alle hintereinander mache, dann kommen noch ein paar Minuten extra Verschnaufpausen, Aufschreiben der Ergebnisse, Vorbereitung auf die nächste Übung usw. dazu. Das gibt also dann wirklich wenigstens objektive 35-40 Minuten für sieben Übungen; Frauen machen nur sechs.

Allerdings, im Vergleich zu anderem Fitness-training, fällt ja das Aufwärmen usw. weg, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Das ist ein klarer und konstanter Pluspunkt.

Außerdem splitte ich oft die Übungen über den Tag mit zwei (manchmal sogar drei) Einheiten von jeweils drei (bzw. zwei) Übungen - nicht primär aus Zeitgründen, sondern eher, damit ich mich (besonders für M5A) zwischendurch etwas erholt habe.

Interessanterweise "spart" dieses Vorgehen dann etwas Zeit, denn ich brauche weniger Zwischenpausen, und nicht unbedingt eine Dusche danach! Es dauert dann also insgesamt wohl eher knapp über 30 Minuten statt über 35 oder 40. Der leicht reduzierte "Cardio-"Effekt dieses Splits ist vermutlich ein verkraftbarer Verlust, wenn man noch etwas anderen Sport macht (z.B. Fahrradfahren).

Training nur alle zwei Tage, also insgesamt bloss etwa zwei Stunden pro Woche mit solch guten Ergebnissen und Fortschritten wie mit dem Isokinator ist meiner Meinung nach ein guter "Deal", da viele andere Konzepte tägliches Training verlangen und insgesamt realistischerweise deutlich länger dauern (mit allem drum und dran usw).

Aber sicher, die "20 Minuten" Werbung ist etwas grenzwertig (fast schon etwas irreführend), und oft sind es ja solche kleinen Über- oder Untertreibungen, die skeptisch machen können, ob die ganze Sache wirklich seriös ist. Das ist allerdings ein Problem in der gesamten Fitness-branche (schau Dir mal die ganzen Magazine usw. an; Men´s Health ist da mein regelmäßíger Favorit! Z.B. "Waschbrett-bauch in so und so vielen - oder wenigen - Wochen usw.").

cliff.koelbel
Bild von cliff.koelbel
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Joined: 24/09/2010
5 Minuten pro Übung sind viel zu lang

Bitte schauen Sie sich doch noch einmal das Beispiel-Training an:

http://isokinator.koelbel.de/Komplettes-Workout-mit-dem-Isokinator-unter-25-Minuten

Je routinierter Sie sind, desto näher kommen dem Wert von 1.400 Sekunden bzw. 23 Minuten 20 Sekunde. Für mein persönliches Training benötige ich immer zwischen 22 und 25 Minuten. Nur nach Gefühl und ohne Stoppuhr.

Je größer Sie die Pausenzeiten ausfallen lassen, desto geringer wird der Herz-Kreislauf-Effekt.

tillerich
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Joined: 15/11/2015
Hilfreich!

Danke, diese Aufstellung ist hilfreich, hatte ich bisher offensichtlich nicht gefunden (evtl. wäre ein Hinweis auf das Forum und diesen Link in der Lieferung eine einfache, effektive und kostengünstige Idee).
Ich selbst brauche extra Pausen zwischen den Übungen, zumindest im Moment - dafür habe ich auch es nicht eilig und mache mir da keinen unnötigen Stress, das es "zu lange dauert", was wohl auch in Ordnung ist. Das Training wirkt, darauf kommt es an.

jukastw
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Joined: 13/12/2012
Geschwindigkeit

Wichtig ist für mich nicht die Geschwindigkeit, sondern das die Übungen "ankommen".
Das heißt, dass die Bewegung im Muskel deutlich spürbar ist.
Der trainierte Muskel ist während des gesamten Bewegungsablauf angespannt und eine Muskelkontraktion sollte im Idealfall fühlbar sein.
Konzentriere Dich bei jeder Übung auf die beanspruchten Muskeln, beschäftige Dich nicht zu sehr mit der Zeit.
Manchmal hilft es, den Muskel zu isolieren.
Das ist nicht immer einfach, kann aber bei Entwicklung bestimmter Muskeln von großem Vorteil sein.

cliff.koelbel
Bild von cliff.koelbel
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Joined: 24/09/2010
Die gedruckte Anleitung ist viel aktueller

Der Isokinator Film ist zu einem Zeitpunkt entstanden, als die neuen Übungen nur als Idee im Kopf existierten. Erst als 2 Jahre später die Papieranleitung erstellt wurde, sind Fehlerchen und kleine Widersprüche bemerkt worden.

In jedem Hollywood-Spielfilm gibt es solche Fehler, deswegen dreht man aber nicht den gesamten Film neu. Es zählt letztendlich das geschriebene Wort in der aktuelleren Trainingsanleitung und in Smartphone-App. Diese beiden Medien können relativ leicht und zeitnah geändert werden. Der Film würde schnell wieder 5-stellige Summen auslösen.

"Wie in Zeitlupe" bedeutet langsam und ohne jede Hast. So werden plötzliche, ruckartige Bewegungsabläufe vermieden und es kann zu keiner Verletzung kommen. Idealerweise stellen wir uns dabei durchschnittlich 2 Sekunden pro Bewegungsstrecke vor. Ist diese Strecke besonders lang, darf es etwas mehr sein - ist sie nur kurz, kann es auch etwas weniger sein.

Eine Übung ist nicht erfolglos, nur weil sie nicht exakt 2 Sekunden dauert. Der Athlet im Film wusste beim Dreh noch nichts von dieser 2-Sekunden-Regel. Es gab für ihn kein "Drehbuch", dass er lernen konnte. Diese Festlegung erfolgte erst beim Ausformulieren der Beschreibung. Seine Bewegungen sind jedoch langsam, konzentriert und intensiv. Und so sollte es sein.

Wichtig ist, dass man die Geschwindigkeit der Bewegungsabläufe kontrolliert und dann beibehält. Nur so kann man auch den Widerstand vergleichen. Je langsamer man ist, desto schwerer wird es.

tillerich
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Joined: 15/11/2015
Macht Sinn

Danke! Vieles davon macht Sinn.

Ich bin interessiert daran, ob es sport-physiologische Einsichten gibt, daß es einen Unterschied für Wachstum / Kraftentwicklung gibt, wenn ein bestimmter Rhythmus oder ein bestimmtes Übungs-Tempo unter-schritten wird.

Eine relative "Dauerlast" (mit z.B. mehr als 10 bis 15 Sekunden pro Bewegung) würde ja selbst bei recht geringem Widerstand auch bald zur Muskel-erschöpfung führen. Doch ist das dann die wünschenswerte Muskelermüdung und / oder führt es evtl. auch zur Überanstrengung von anderen haltenden Strukturen (Gelenke, Sehnen, Bänder usw.) mit potentiell folgender Verletzung?

Vielleicht ist das eine recht unwesentliche Feinheit, denn der Unterschied ist evtl. nur gering, wenn man schließlich ja dennoch insgesamt im geringen Sekundenbereich bleibt.

Ein regelmäßiges Atmungstempo ist übrigens vielleicht ein sinnvoller, natürlicher "Taktgeber" für jede Übung, und weitaus besser als eine Stopp.Uhr.