Sie glauben, Sie haben beim Training keinen Erfolg?

Viele halten einen sportlich attraktiven Körperbau für "erblich". Klappt es nicht, spricht man auch von "schlechter Genetik". Absolut falsch!
Keiner wird gleich mit einem Traumkörper geboren. Die Muskeln passen sich aber den individuellen Umweltbedingungen schnell an. Wenn man sie nicht beansprucht, bleiben es gerade so ausreichende Alltagsmuskeln. Erst, wenn man sie richtig trainiert, gedeihen sie. Sie übernehmen erst dann Stütz-, Schutz- und Kraftfunktionen sowie eine naturgewollte Körpergestaltung. Auch die Organleistungen werden erst dann stärker.

Die Sache mit dem schlechten Erbgut:
Aussehen und Leistung werden nur bis zu 60% vom Erbgut bestimmt. 40% aber bestimmen wir selbst! Diese 40% aber sind gewaltig! Wer damit Körper und Organe qualitativ richtig trainiert und programmiert, kann mit fast doppelt athletisierter Figur auch fast doppelt so kräftige Organe haben. Egal, ob es einmal einen dicken Großvater gab, der Kekse im Bett futterte oder ob sonstige Vorfahren eine krumme Haltung hatten. Die 60% Erbgut können einen Erfolg sogar fördern: Denn wer weiß, wie unsere Vorfahren auf Fotos aussehen würden, wenn sie damals schon isokinetisches Training gekannt hätten? (vgl. Prof. C. Bouchard: Erblichkeit und Trainierbarkeit, Dt. Ztg. Sportmedizin, Heft 3, 78-84)

Vergessen Sie das Märchen von der "Veranlagung"
Muskeln sind ein Anpassungsorgan, und Ihre gesamte Muskulatur ist ein wahrer Meister in der sofortigen Reaktion auf Training. Verlangen Sie von einem Muskel für einen kurzen Moment etwas mehr Widerstand und Widerstandsüberwindung, als er sie vom Alltag her kennt, reagiert er mit Wachstum. 95% der Bevölkerung reagieren auf solche Trainingsreize gut bis sehr gut. Nur 5% mit "befriedigend" (sog. "Low Responser"). Aber selbst diese Note übertrifft jede Körpergestaltung und jede Kraftleistung, die mit allgemeinen Sportarten zu erreichen wäre (vgl. Groß: Die Muskulatur als Anpassungsorgan, zusammengetragene Erkenntnisse der Sportwissenschaft 88).
 

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Die Sache mit dem schlechten Erbgut und der Verlagung.