Was ist eigentlich isokinetisches Training?

Isokinetisch trainieren bedeutet, vom Anfang bis zum Ende einer Bewegungsstrecke gegen einen genau gleich bleibenden Widerstand zu arbeiten. Aber tut man das nicht auch mit einer Hantel? Schließlich ändert sich doch das Hantelgewicht nicht, wenn ich es hebe?

Nein, das Gewicht nicht, aber die Hebelwirkung!

Die zwei toten Punkte des Hanteltrainings

Zieht man z.B. eine Kurzhantel durch Beugung des Unterarmes in Richtung Schulter, so wiegt die Hantel dann am meisten, wenn der Unterarm zum Oberarm einen rechten Winkel bildet. Der Bizeps ist nur dann voll im Einsatz.
Vorher, im "hängenden" (noch gestreckten) Zustand, zieht die Hantel zwar am Arm, jedoch hat der Bizeps dabei wenig zu tun. Vielmehr müssen die Unterarmmuskeln in diesem Moment verhindern, dass sich die Hand öffnet.
Ist die Hantel aber auf Schulterhöhe angekommen, stehen die Unterarmknochen als senkrechte Stützen im Ellenbogengelenk und die Hantel ruht auf diesen Stützen am obersten Punkt. Der Bizeps übernimmt in diesem Moment nur eine schwache Balancefunktion und erhält kein Aufbautraining.

Isokinetik kennt nur gleich bleibende Widerstände

Ganz anders wirkt da das isokinetische (im Widerstand gleich bleibende) Training

Vor der Bewegung wird z.B. zwischen zwei Händen durch Zug am Trainingsgerät ein gewünschter Widerstand (ein "Kraftblock") aufgebaut und aufrecht erhalten. Mit genau diesem Widerstand werden dann die Übungen gemacht.
Es gibt dabei keine geänderten Hebelwirkungen mehr, da die ziehende Hand dicht von der anderen (mit dem Widerstand dazwischen) verfolgt wird. Das Gerät bildet dabei an jedem Punkt der Bewegung zur ziehenden Hand einen rechten Winkel. Es fordert daher eine gleich bleibende Dauerkontraktion vom bewegten Muskel (siehe Isokinator Modelle: Classic, Spaceman, oder Green Giant).

Professor Weineck schildert in Sportbiologie 7/293 die Vorteile des isokinetischen Trainings: Voller Krafteinsatz während des gesamten Bewegungsvollzuges. Alle Bewegungsabschnitte werden gleichmäßig gekräftigt. Durch den gleichmäßigen Kraftverlauf werden Muskelkatersymptome vermieden.

 

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Isokinetisch trainieren bedeutet, vom Anfang bis zum Ende einer Bewegungsstrecke gegen einen genau gleich bleibenden Widerstand zu arbeiten.