Einseitiges Training-zu wenig Abwechslung

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1 reply [Letzter Beitrag]
IsoEcki
Offline
Joined: 21/01/2016

Ich hab ne Frage zum Training (Isokinator-Training):

"Die Isokinatorübungen (Grundübungen)können für alle Zeiten beibehalten werden. Man
macht immer 3 Sätze a 10 Wiederholungen und erhöht immer nur den Widerstand und niemals die Anzahl der Übungen bzw. der Wiederholungs,- oder Satzzahl."

So steht es in der Trainingsanleitung des Isokiantors.

Jetzt zu meiner Frage:

In den Fitnessstudio´s wird immer "gepredigt" das man dem Muskel immer neue "Reize"
geben soll/muss. Das man die Übungen variieren soll, die Übungen nach 6-8 Wochen wechseln soll und auch mit den Wiederholungszahlen und Satzzahlen "spielen" soll damit dem Muskel nicht "langweilig" wird und er immer einen neuen/anderen Aufbaureiz
zum wachsen bekommt. Auch zur Vorbeugung damit das Training nicht stagniert....

Ist das alles Quatsch? Ich find den Isok. Klasse nur das möchte ich gern mal wissen, weil das Training mit dem Isok. super viel Spaß macht. Reicht es wirklich nur den Widerstand für alle Zeit zu erhöhen um immer weiter Erfolge im training zu haben?

MfG

cliff.koelbel
Bild von cliff.koelbel
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Joined: 24/09/2010
Warum wechselt man im Studio die Übungen?

Warum wechselt man im Studio die Übungen? Weil die Bewegungsabläufe mit Hanteln oder mit den großen Maschinen immer nur einen Punkt haben, wo der volle Widerstand im Muskel ankommt. Das liegt in den Auswirkungen der sog. Hebelwirkung. Nur an diesem einen Punkt trainiert man effektiv. Die restliche Bewegungsstrecke kann viel leichter absolviert werden und der Muskel wird nicht genug gefordert. Durch einen Wechsel der Übung versucht man nun, diesen Optimalpunkt zu verschieben. Dadurch wird der Muskel in einer anderen Winkelstellung voll gefordert. So ist man gezwungen, die Übungen für einen Muskel so oft zu variieren, bis jeder Punkt der gesamten Bewegungsstrecke einmal in dieser Optimalposition befindet. Manch einer mogelt sich durch hastige Ausführung der Bewegung über dieser Punkt der Hauptbelastung schnell hinweg. Er ruht sich in den Komfortzonen der geringen Belastung aus und beschummelt sich so selbst.

Dieses Problem kennt der Isokinator gar nicht. Der Widerstand wird im Isokinator ja nicht durch die Schwerkraft erzeugt. Er ist unabhängig von negativen Auswirkungen der Hebelwirkung. An jedem Punkt der Bewegungsstrecke wird vom Muskel konstant der gleiche Widerstand gefordert. Ein Mogeln oder Schummeln ist mit dem Isokinator gar nicht möglich. Viele müssen ihren Trainingswiderstand, den sie früher noch bei Hanteltraining verwendet haben, deutlich reduzieren. Die gesamte Arbeitsleistung ist beim Isokinator viel größer und intensiver als bei Hantel-Training oder Maschinentraining.

Ein Übungswechsel beim Isokinator liefert dann zwar einen anderen Bewegungsablauf, doch wird auch dabei wiederum der konstant gleiche Widerstand über die gesamte Bewegungsstrecke gefordert. Es gibt somit gar keine Notwendigkeit, die Übung überhaupt zu wechseln.

Nebenbei: Die Bewegungsstrecke beim Isokinator ist durch die kompakte Bauweise viel größer, als das mit Hanteln oder Studiomaschinen je zu erreichen wäre.